Unsere Geschichte

Tja wie war das damals nochmal ...

 Wagen wir einmal eine kleine Zeitreise und werfen einen Blick in unsere Band-Annalen.

 

Zu Anfang gab es eigentlich nur Daniel und Pablo. Die beiden sind als Nachbarn von klein an miteinander groß geworden und dadurch haben sie - bis heute - sehr viel miteinander zu tun. Da Daniel Gitarre spielte und sang und auch Pablo durch seine Karriere als schulischer Musical-AG-Star eine Leidenschaft für das Singen entwickelt hatte, vereinten sich die beiden schließlich über die Musikschule und entwickelten beide eine Vorliebe für die Musik von Mumford & Sons.

 

 

2013

 

Und so ergab es sich im Pfadfinder-Sommerlager 2013 in Veere, dass die Beiden beim abendlichen Lagerfeuer gemeinsam das eine oder andere Liedchen schmetterten.  Joes und Florian waren die Lieder nicht unbekannt und die beiden gesellten sich dazu. Da das ganze tierischen Spaß gemacht hatte, traf man sich nach dem Sommerlager wieder. Irgendwo auf dem Feld, mit Feuer und 'nem Kasten Bier - unsere erste "Probe"!

 

Nunja das Ganze wiederholte sich dann noch 2-3 Mal, bis es draußen zu kalt wurde und wir gezwungen waren uns eine Bleibe zu suchen. Also räumten wir Joes' Gerümpel-Keller auf und pflegten es fortan, dort zu musizieren.

 

 

2014

 

Im Januar des nächsten Jahres war es dann so weit - unser erster Auftritt...

Über die Musikschule Plug & Play hatten wir die Chance, uns als Gäste in einem Programm aus Bands und Solisten von Schülern der Musikschule zu präsentieren. Als wir dann nach unserem Namen zur Ankündigung gefragt wurden standen wir auf dem Schlauch - da hatte sich noch keiner Gedanken zu gemacht. Florian folgerte kurzerhand: "Wir sind Pfadfinder und eigentlich viel auf der Straße unterwegs ..." das ganze schön verpackt und auf Englisch (weils ja cooler klingt) war dann das Ergebnis "Gentlemen on the Road"

 

An diesem Tag waren auch Atze und Becko da, zwei Pfadfinder Companions, die nach unserer Vorführung Ihr Interesse kundtaten. Becko hatte schon als kleiner Junge im Orchester Geige gespielt und eigentlich nur eine 18-jährige Pause eingelegt. Atze hatte ein klein wenig Erfahrung an der Gitarre und hatte Interesse am Banjo spielen verkündet.

 

Im März war es dann so weit: Joes und Florian fuhren mit Becko zum Geigenbauer, um ihm ein Instrument zu beschaffen.  Für das erste Üben und die ersten Proben hatte Daniel bereits für einige Lieder Noten aufgeschrieben, wobei unser Geiger das Notieren sehr schnell selbst in die Hand genommen hat. Durch seine sehr schnelle und problemlose Einarbeitung wurde nur leider eines Vernachlässigt: das Üben - ein Dilemma mit dem wir uns bis heute herumschlagen!

 

Etwa zur selben Zeit fing Pablo an sich am Bass zu versuchen, mit sehr großen Fortschritten. Natürlich eine unfassbar große Herausforderung, wenn man noch nie ein Instrument gespielt hat und man dann auch noch gleichzeitig dazu singen soll ...

Außerdem waren wir aus Platzgründen gezwungen, uns einen größeren Proberaum zu suchen. Der Grund dafür war, dass mit dem Zuwachs von vier auf fünf Personen der Anteil der Körpervolumina im Raum keinesfalls proportional angestiegen war. Aber Gott sei Dank hat Becko Zuhause viel zu viel Platz und für uns sprang ein größerer Proberaum raus.

 

 

Wie dem auch sei, so langsam wuchs man zusammen - aber da war ja auch noch Atze...

Im Juni legte Atze sich sein erstes Banjo zu und fing fleißig an zu üben. Ohne Zweifel eine schwierige Aufgabe ... aber Schritt für Schritt kommt er der Sache näher.

Ende Oktober war Atze dann zum ersten Mal bei der Probe dabei. Und es hat richtig Spaß gemacht. Jetzt sind wir vollständig, so wie es sich alle seit Anfang des Jahres vorgestellt haben - doch dabei sollte es nicht bleiben...

 

 2015

 

Neues Jahr, neues Glück! Nachdem uns Timo bislang immer bei etwas größeren Gigs begleitet hatte und bei einigen Liedern die Trompete übernahm. gehört er seit diesem Jahr fest zu unserer Besetzung. 

Timo ist auch der Typ der für unsere eigenen Videoproduktionen als Azubi eines namenhaften westdeutschen Fernsehsenders wie geschaffen ist.

Und sonst?

Tja alles entwickelt sich weiter, wir haben genug zu tun und es scheint immer mehr Spaß zu machen. Leider haben wir viel zu wenig Zeit zum Proben und müssen desöfteren Anfragen ablehnen. Daniel studiert in Münster und ist nur am Wochenende zuhause. Aber die sind bei jedem einzlenen meistens schon rappelvoll - da bleibt oft nur ein Tag im Monat übrig. Aber das hält uns nicht davon ab, weiter zu machen. So haben wir ja schließlich auch angefangen!

 

2016

 

"Was soll schon noch großartig passieren?! Proben und ab und zu mal Anderen vortragen was geübt wurde - es entwickelt sich Routine, doch wird es sicher nicht langweilig." - das stand hier noch am Anfang des Jahres, als noch niemand ahnte, dass es dieses Jahr für uns ziemlich steil gehen würde: Ein fester Platz auf der Straßenparty, Wochenenden voller Auftritte und dann gewannen wir auch noch die beiden Preise des Straßenmusikwettbewerbes. Trotzdem hat sich die Situation mit den seltenen Proben kaum verbessert, denn mittlerweile sind in der Woche alle quer durch Deutschland verteilt: Pablo in Düsseldorf, Timo in Köln, Becko oft irgendwo in den weiten Deutschlands und bald Schopp auch noch in Holland, aber umso schöner ist es, wenn sich alle am Wochenende wiedersehen um Musik zu machen. Wir kommen viel herum und treffen immer wieder neue Leute, die uns begeistert zuhören. Wir freuen uns, dass das was wir tun so vielen Menschen gefällt und das motiviert zum Weitermachen.

Momentan ist unsere Baustelle bei Unplugged Gigs - Probleme sich gegenseitig hören zu können, die (doch so lieblichen) Melodien der Geige verfliegen mit dem Wind und so mancher krummer Trompetenton ist auch zu hören. Aber das lässt sich immer besser lösen...

 

 

2017

Wer hätte das gedacht... Im März unser erstes richtiges Konzert mit Kartenverkauf nur für uns! Und dazu am Jahresanfang gleich noch ein voller Terminplan bis Oktober. Ein Wochenende auf NRW-Tour bis hoch in den Norden an die niedersächsische Grenze - richtige Rockstars eben ;-)

Der Sommer war vor allem von Pfadfinder-Veranstaltungen geprägt, bei denen das Publikum meist besonders zugeneigt wirkt. Ansonsten hat sich außer den regulären Dingen nur wenig besonderes zugetragen. Bis auf das fast im Desaster geendete Benefizkonzert - am Morgen des Konzerts musste Daniel plötzlich ins Krankenhaus. Der Höhepunkt jeden Jahres stand kurz davor abgeblasen zu werden. Doch dann ist unser Ehrenmitglied Sven spontan eingesprungen. Er und Timo haben den ganzen Tag Akkorde notiert und unermüdlich geübt.  Abends haben dann beide an der Gitarre alles gegeben, um den Abend zu retten!

Außerdem dürfen wir zwei neue Instrumente in unserer Besetzung begrüßen: Chimes und ein Glockenspiel, die in Zukunft hoffentlich passend zum Einsatz kommen! Und - man mag es kaum glauben, auch Alexander hat sein Leihinstrument gegen Eigentum eingetauscht - schwarz und edel aus Carbon.

 

Zum Ende des Jahres haben wir nicht nur sehr spontan ein Weihnachtsvideo auf die Beine gestellt, sondern gleichzeitig auch den Entschluss gefasst, mehr Zeit in eigene Songs zu investieren.

 

 

2018

Mit solch großen Plänen für dieses Jahr haben wir unser Probenwochenende in den Januar verlegt um möglichst früh an unseren eigenen Projekten zu arbeiten. Florians Aussage "Mal eben ein paar Songs..." hat sich dann schnell als eine derart naive Vorstellung entpuppt, dass der Stand nach dem Wochenende gefühlt der gleiche wie vorher war - drei Tage und nix geschafft. Glücklicherweise aber nur gefühlt, denn wir haben den Grundstein für zwei neue Songs gelegt und zwei bestehende final ausgearbeitet. Einer dieser Beiden sollte uns in der nächsten Zeit noch sehr intensiv begleiten und uns dann aus den Ohren quillen...

Im Frühling waren wir dann fleißig, abseits der Bühnen. Wir waren bei Micha in den Futureworx Studios und haben unsere Aufnahmen für den Song "Break Out (Northwards)" im Kasten. Außerdem haben wir über Pfingsten zusammen mit Freundinnen und Freunden eine Woche in Schweden verbracht, die mit Worten eigentlich nicht zu beschreiben ist - unbeschreiblich eben! Sieben Tage Sonnenschein, gute Laune und 17 nette Menschen auf einem Haufen. Wir haben natürlich nicht nur faul in der Sonne gelegen! Wir haben an drei Aufnahmetagen das Video für unseren Song "Break Out (Northwards)" gedreht und können es kaum erwarten, das Endprodukt zu sehen. Denn allein die Kulisse war schon sowas von perfekt... Das kann ja nur gut werden!

Aufgrund des großen Zeitanspruchs unserer Songprojekte ist es auch gar nicht schlimm, dass der Saisonstart erst Mitte Juni mit der Straßenparty beginnt - so haben wir genügend Zeit, an unserern Songs zu arbeiten und zu proben!

 

Was wir nicht fassen können: Wir haben im September schon unser fünftes!!!  Benefizkonzert gefeiert. Und wieder konnten wir mit euch eine beträchtliche Summe zusammensammeln, in diesem Jahr für die vielen bedürftigen Mitmenschen, die auf die Hilfe der Gelderner Tafel angewiesen sind. Es macht uns unglaublich stolz, dass ihr uns und dieses Projekt so unterstützt und dass es im Veerter Martinihaus für den guten Zweck Jahr für Jahr immer voller wird.

 

Auch in diesem Jahr hat uns unsere Musik wieder zu vielen netten, verrückten und interessanten Menschen und Orten geführt. Ganz vorne mit dabei unsere kleine Session im Oktober in der Justizvollzugsanstalt Geldern-Pont. Für uns war es unfassbar bewegend mitzuerleben, wie unsere Musik die anfangs spürbar kalte und isolierte Gefängnisatmosphäre langsam auflöste und man immer mehr etwas hier nur selten offen nach außen getragenes in der Luft spüren konnte: echte Emotionen.

 

 

 2019

Das Jahr fing perfekt an. Nach einem super ergiebigen Probewochenende begann unser Auftrittsjahr an unserem Lieblingsort: Am Lagerfeuer. Und obwohl das Lagerfeuer, an dem wir eine Akustik-Session in der Jurte spielen durften, im weit, weit entfernten Meschede stand, fühlte es sich doch irgendwie an wie Zuhause.

 

Und wie es weiter geht ... wir werden sehen!